5 Gründe, warum Membership-Modellen die Zukunft gehört

In diesem Artikel erwarten dich ein paar gute Gründe, warum du ein Membership-Modell für dein Business in Erwägung ziehen solltest. Egal, ob du ein Business von Null aufbaust oder ein vorhandenes Geschäftsmodell erweiterst - beides geht.

Membership-Modelle sind übrigens sehr vielseitig einsetzbar. Hier findest du einen Überblick zu möglichen Membership-Modellen.

Der Begriff "Membership-Modelle" umschließt alle Modelle mit regelmäßigen, wiederkehrenden Zahlungen. Das können kostenpflichtige Communities sein, aber auch andere, wiederkehrende Zahlungen wie z.B. Abonnements im Software-Bereich (SaaS).

Bevor ich die wichtigsten Punkte aufzähle, warum ich fest an Membership-Modelle glaube und dir auch dazu rate, dich damit zu beschäftigen, möchte ich dir zuerst noch einen kurzen Überblick geben, wie und warum ich selbst zu diesem Thema gekommen bin.

Alles fing an 2012, als ich Abonnements für Ernährungspläne verkaufte und so das Potential erkannte. Etwas später waren es Abos für Zeichenleistungen, dich ich im Rahmen meiner Firma für technische Zeichnungen verkaufte. Zuletzt waren es Mitgliedschaften im Rahmen einer Online-Challenge für Menschen die eine Alkoholpause einlegen möchten.

Das erfolgreichste Projekt ist jedoch der Citizen Circle - unsere Community für ortsunabhängige Unternehmer:innen, mit der wir einen siebenstelligen Umsatz erwirtschaftet haben und die weiter wächst.

Du siehst, ich glaube an das Modell und kann mir mittlerweile auch nur schwer vorstellen, Geschäftsmodelle umzusetzen, die nicht auf Basis wiederkehrender Zahlungen aufgabaut sind.

Soweit zu mir. Los geht es. Warum glaube ich an die Zukunft der Membership-Modelle?

Sharing Economy - Besser für den Kunden

Seit einiger Zeit stecken wir schon mitten in einem massiven Wandel. Immer mehr Dinge des alltäglichen Lebens gehören und nicht mehr, sondern sind nur gemietet. Statt sich ein Fahrrad zu kaufen, kann man es bei Swapfiets monatsweise mieten. Statt ein Auto oder einen Motorroller zu besitzen, mietet man ihn sich stundenweise - für jüngere Generationen in urbanen Räumen schon völlig normal.

Das gleiche Prinzip greift in immer mehr Bereichen. Mode, Unterkünfte, Büros, Software - besitzen ist nicht mehr zeitgemäß. Man mietet sich was man braucht, solange man es braucht.

Membership-Modelle spielen in diesem Trend ebenfalls eine Rolle. Denn viele dieser Dinge können auch - je nach Businessmodell - in Form einer Mitgliedschaft oder eines Abos angeboten werden, und werden es sogar bereits.

10 Urlaubsimmobilien in einem Membership-Modell mit 100 Menschen teilen? oder 1 Urlaubsimmobilie selbst besitzen? - Das ist nur eine Idee von Tausenden, die wir in der Zukunft immer mehr sehen werden.

Normalisierungseffekt - wiederkehrende Zahlungen verlieren ihr schlechtes Image

Mit hinein spielt hier auch der Normalisierungseffekt. Vor 10 Jahren hatten die meisten Menschen noch Angst vor der "Abo-Falle". Wiederkehrende Zahlungen wurden verbunden mit anrüchigen Lotto-Abos, oder ominösen Zeitungsabos, die man eigentlich gar nicht wollte.

Heute stecken hinter wiederkehrenden Zahlungsmodellen Geschäftsmodelle, die den Kunden einen großartigen Mehrwert liefern. Dazu hat sicher auch die Sharing Economy stark beigetragen (die übrigens immer noch in ihren Anfängen steckt).

Menschen haben sich an wiederkehrende Zahlungen gewöhnt. Jede dritte Handy-App basiert darauf, unser Fernsehkonsum kommt zunehmend aus dem Abo und unsere Mobilität auch - zumindest in den Ballungsräumen und dort bei den jungen Leuten - es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis das völlig normal wird.

Kurz: man schockt heute niemanden mehr mit wiederkehrenden Zahlungen. Sofern der Mehrwert gegeben ist, ist das völlig okay für die Verbraucher:innen.

Planbarkeit - Besser fürs Unternehmen

Auch Gründer:innen bzw. Unternehmen haben längst erkannt, welche enormen Vorteile Membership-Modelle mit sich bringen, aber die Bandbreite ihrer Anwendung hat stark zugenommen.

Großer Vorteil seitens des Gründenen liegt in der Finanzplanung. Gleichmäßiger Cashflow ist immer gegeben. Zufriedene Kunden zahlen regelmäßige Beiträge statt hohe Einmalzahlungen, nach denen man direkt dem nächsten Auftrag hinterherjagen muss.

Natürlich muss man auch bei Membership-Modellen seine Kunden pflegen, vermutlich sogar mehr, als es bei klassischen Modellen der Fall ist. Aber auch das fällt einem leichter, wenn zwischen Kunde und Dienstleister eine laufende Zahlungsvereinbarung besteht.

Kunden werden zu Partnern

Ein weiterer, wunderschöner Effekt ist, dass Kunden, die zugleich Mitglieder oder Abonnenten sind, meist viel engagierter sind. Sie verstehen sich als Partner, und so solltest du sie auch verstehen.

Darin liegen sehr wertvolle Vorteile:

  • Du kannst dir immer direktes Feedback holen und bekommst es auch

  • Du kannst gemeinsam mit dem Kunden das Produkt weiterentwickeln

  • Es ist leichter, Kunden zu echten Fans zu machen

  • Es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, ggf. je nach Business sogar ein Zusammengehörigkeitsgefühl

  • Statt punktueller Zusammenarbeit entsteht eine langfristige Beziehung (bzw. es wird leichter, diese zu etablieren)

Das ist nicht nur bei wiederkehrenden Zahlungen so. Aber es wird dadurch leichter, wahrscheinlicher. Man bleibt verbunden.

Die Art neuer Produkte & Dienstleistungen passt dazu

Die Produkte und Dienstleistungen unterscheiden sich massiv von Produkten und Dienstleistungen vor 5-10 Jahren. Aus Onlinekursen werden betreute Gruppen oder Mitgliedschaften. Aus punktuellen Beratungen werden laufende Beraterverträge, und so weiter.

Selbst bei physischen Produkten gibt es mittlerweile oft Abos (Rasierer, Socken, etc.) oder lebenslange Garantien (z.B. Rimowa Koffer), bei denen man "ein Produkt fürs Leben" kauft.

Der Zeitgeist dieser Produkte passt ebenfalls zum Modell "wiederkehrende Zahlungen". Es gibt also immer mwhr Möglichkeiten, dieses Modell auf ganz unterschiedliche Ideen anzuwenden.

Aber hinter dieser Vielfalt in Produkten und Dienstleistungen steckt ein Business-Modell, dass immer einige Dinge gemeinsam hat:

- Es erfordert (zu einem gewissen Grad) Community-Building

  • Es erfordert spezielles Hintergrundwissen zum Zahlungsmodell (von Retention über Churn bis zu den richtigen KPIs)

  • Es erfordert die richtigen Tools

Bei all diesen drei Themenfelder helfen wir mit Bonfire gerne weiter.

Ich hoffe dieser Artikel war hilfreich und hat dir Lust auf Membership-Modelle gemacht. Ich freue mich über Anregungen, Fragen oder weiterführenden Gedanken via Kommentar oder E-Mail.

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Typologien von Mitgliedschafts- und Abomodellen